"Gschpässigi Lüüt" begeisterten in Ballwil

18. Nov 2021Renato Cavoli
"Gschpässigi Lüüt" begeisterten in Ballwil



Auch die Ballwiler Theaterspielerinnen und -spieler bangten lange um die Aufführungen ihres Stückes "Gschpässigi Lüüt". Die Corona-Pandemie hatte ja in den anderthalb Jahren zuvor sehr viele Produktionen von anderen Vereinen verunmöglicht. Doch mit der Premiere dieser Komödie von John Patrick entluden sich am Samstag, 13. November 2021, die Emotionen. Freude und Dankbarkeit waren Trumpf. Das Publikum zeigte sich an sechs Aufführungstagen begeistert und beschenkte die Theaterleute am Ende mit einem grossen und langanhaltenden Applaus.

Schon in den letzten Proben vor den Herbstferien spürte man auf der Bühne des Gemeindesaales speziell viel Spiel- und Vorfreude. Die Akteure und das Regieteam mit Renato Cavoli und Ursi Baumgartner freuen sich nun sicht- und hörbar, diese feine und feinsinnige Komödie des amerikanischen Autors und Oscar-Preisträgers John Patrick spielen zu dürfen. John Glücksmann hat eine hochdeutsche Übersetzung realisiert und die 2017 verstorbene Laienregisseurin Hanni Eigel aus Sempach erschuf eine schöne Mundartvorlage, welche auch den Ballwilern als Vorlage dient. Renato Cavoli hat den Dreiakter für den Ballwiler Kirchenchor bearbeitet.

Die Geschichte spielt sich in der Villa Waldfriede ab, einem Aufenthaltsort, wo sich ein paar ganz "spezielle" Menschen alles andere als in einem Sanatorium fühlen. "Die Leute hier sind so normal wie du und ich", sagt der leitende Arzt Dr. Hess. "Man könnte sie jederzeit entlassen. Aber sie fühlen sich bei uns sicher und wollen gar nicht weg."

Jeder Tag in der Villa Waldfriede verläuft ruhig und stets in gleichmässigem Takt... bis die reiche und vornehme Frau Flurina von Tobel auftaucht. Sie soll das "blaue Zimmer" erhalten. Mehr weiss man vorerst nicht. Doch dann lernen wir auch ihre "Kinder" kennen. Und das Publikum wird schon bald froh sein, dass Flurina hier in Sicherheit ist vor der "Welt da draussen" ...und vor ihren Kindern.

Unser Bild von Petra Jenni zeigt Flurina von Tobel, gespielt von Irmgard Büeler (Mitte), inmitten von Bewohnerinnen und Bewohnern der Villa Waldfriede. Noch sind für die letzten Aufführungen Tickets erhältlich. Das Ballwiler Theaterteam des Kirchenchors freut sich auf ihren Besuch.


Info-Flyer zum Download (pdf)

Pressestimmen:
Luzerner Zeitung, 14.11.2021, «Gschpässigi Lüüt» unterhalten das Publikum

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